DFL veröffentlicht ersten Nachhaltigkeitsreport
Bundesliga und 2. Bundesliga sind fest im gesellschaftlichen Leben in Deutschland verankert: 43 Millionen Fußballinteressierte und 2,3 Millionen Mitglieder in den Muttervereinen der 36 Proficlubs machen den Profifußball zu einem wichtigen Akteur im Land, der sich auch mit Fragen der Nachhaltigkeit auseinandersetzt.
Der erste Report über Nachhaltigkeit im deutschen Profifußball, den die DFL jetzt veröffentlicht hat, verdeutlicht substanzielle Weiterentwicklungen in den vergangenen Jahren. So verfügen inzwischen alle 36 Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga über eine Nachhaltigkeitsstrategie und beschäftigen eine Nachhaltigkeitsmanagerin oder einen Nachhaltigkeitsmanager. Zudem veröffentlichen rund 80 Prozent der Clubs einen eigenen Nachhaltigkeitsbericht, was die Transparenz stärkt.
Über einen Beschluss zur Verankerung von Nachhaltigkeitskriterien in der Lizenzierungsordnung hat die DFL-Mitgliederversammlung bereits 2022 verdeutlicht, dass die Verantwortung für Ressourcen, Gesellschaft und künftige Generationen als Teil der Managementaufgabe verstanden wird. Im Zuge dessen wurde die Kommission Nachhaltigkeit mit Vertreterinnen und Vertretern von insgesamt zehn Clubs sowie der DFL ins Leben gerufen, die seither dazu beiträgt, den Austausch zu ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit zu forcieren und den Transformationsprozess gezielt voranzubringen.
Die erste Auflage des Nachhaltigkeitsberichts zeigt: Auch im Bereich Klima und Umwelt sind deutliche Fortschritte zu verzeichnen. 80 Prozent des durch die Clubs bezogenen Stroms stammt heute aus erneuerbaren Quellen und 15 Clubs setzen bereits vollständig auf Ökostrom. Hinzu kommt: Sämtliche Clubs bilanzieren mittlerweile ihre Treibhausgasemissionen und schaffen damit eine verlässliche Grundlage für individuelle Maßnahmen, insbesondere mit Blick auf die An- und Abreise von Fans. Alle Clubs fördern bereits aktiv nachhaltige Mobilität für Fans durch die Planung und Umsetzung von entsprechenden Maßnahmen.
Im Bereich Anspruchsgruppen und soziale Verantwortung, der seit langem durch individuelle Aktivitäten an vielen Club-Standorten sehr ausgeprägt ist, verfügen alle Clubs über Fanbeauftragte für das Themenfeld Inklusion und Vielfalt. Außerdem bieten alle Clubs preisreduzierte Tickets für ausgewählte Personengruppen, wie beispielsweise Menschen mit Behinderung oder Auszubildende und Studierende, an.
„In den vergangenen Jahren hat sich viel getan: Wir sehen, dass die zunehmende Integration von Nachhaltigkeit in den Profifußball konkrete Fortschritte gebracht hat“, sagt DFL-Geschäftsführer Marc Lenz. „Der erste Nachhaltigkeitsbericht der DFL verdeutlicht: Clubs und Liga übernehmen auf vielfältige Weise gesellschaftliche Verantwortung.“
Weitere Schwerpunkte und Initiativen
Neben einem Überblick über die Entwicklungen der vergangenen Jahre enthält der Nachhaltigkeitsreport für jeden Club einen kompakten Überblick, wie das Thema Nachhaltigkeit jeweils auf individuelle Weise mit Leben gefüllt wird. Enthalten ist zudem eine Zusammenstellung von ligaweiten Maßnahmen, mit denen die DFL auf einen ganzheitlichen Ansatz setzt. Dazu gehören unter anderem Programme und Aktionsspieltage gegen Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus sowie für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Insbesondere über die DFL Stiftung werden Programme zur Unterstützung von Bildung und Demokratie sowie zur Förderung von Bewegung bei Kindern und Jugendlichen umgesetzt.
