Die Kennzahlen aus der Saison 2024/25 bestätigen das Bild eines weitgehend gesunden, rational wirtschaftenden Profifußballs in Deutschland. Nie zuvor waren der Gesamtumsatz, der Zuschauerzuspruch, die Zahl der Jobs und die gezahlten Steuern und Abgaben so hoch. Die Mehrzahl der 36 Vereine und Kapitalgesellschaften im Profifußball hat ihr wirtschaftliches Fundament damit gestärkt.
Der deutsche Profifußball bleibt ein Fan- und Zuschauermagnet mit rational wirtschaftenden Clubs und großer gesamtwirtschaftlicher und gesellschaftlicher Bedeutung. Das unterstreichen die Zahlen des DFL-Wirtschaftsreports, der sich aus den Abschlüssen der 36 Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga für die Saison 2024/25 errechnet.
Die wichtigsten Trends im Einzelnen:
Der Profifußball wächst
Mit 6,33 Milliarden Euro erzielen die 36 Clubs insgesamt den höchsten Umsatz der Geschichte. Sie übertreffen den vorherigen Bestwert von rund 5,87 Milliarden Euro aus der Saison 2023/24 um 7,9 Prozent.
Die 2. Bundesliga bestätigt ihre Rekordwerte
Zum zweiten Mal in Folge trägt die 2. Bundesliga zum Gesamtergebnis des Lizenzfußballs mehr als eine Milliarde Euro Umsatz bei. Die Rekordsumme aus dem Vorjahr wurde noch einmal um 140,4 Millionen Euro auf 1,21 Milliarden Euro gesteigert – ein Zuwachs um 13,1 Prozent.
Der Profifußball schafft Wertschöpfung und Arbeitsplätze
Bundesliga und 2. Bundesliga bleiben ein Jobmotor. Erfreulicherweise ist die Zahl der Menschen, die direkt und indirekt rund um die Spiele eine bezahlte Beschäftigung finden, erneut gestiegen. Mit mehr als 64.000 Menschen gibt es mehr im und um den Profifußball Tätige als je zuvor. Auch die Gesamtsumme aus Steuern und Abgaben ist erneut gestiegen, und zwar auf den Rekordwert von 1,69 Milliarden Euro. Insgesamt summieren sich Steuern und Abgaben des Profifußballs in den vergangenen zehn Saisons auf mehr als 14 Milliarden Euro.
Einnahme-Mix
(in Millionen €)
Spiel
Anteil am Gesamtertrag 11,69 %
Werbung
Anteil am Gesamtertrag 22,37 %
Mediale Verwertung
(alle Wettbewerbe)
Anteil am Gesamtertrag 33,24 %
Transfer
Anteil am Gesamtertrag 17,03 %
Merchandising
Anteil am Gesamtertrag 5,57 %
Sonstiges
Anteil am Gesamtertrag 10,09 %
Gesamt
5.122,7
SPIEL v. a. Einnahmen aus Ticketverkäufen für Spiele in nationalen und internationalen Wettbewerben
WERBUNG v. a. Einnahmen aus Verträgen mit Haupt- und Trikotsponsoren sowie stadion- und clubgeborenen Rechten
MEDIALE VERWERTUNG v. a. Einnahmen aus der Vermarktung von Medienrechten an Spielen der nationalen (inklusive DFB-Pokal) und internationalen Wettbewerbe, zudem Einnahmen aus weiterer gemeinschaftlicher Vermarktung wie Commercial Partnerships
TRANSFER Erlöse für sämtliche Transfer- und Ausbildungsentschädigungen
MERCHANDISING Einnahmen aus Warenwirtschaft/Merchandising
SONSTIGES Einnahmen u. a. aus der Überlassung von Nutzungsrechten, Public Catering, Vermietung und Verpachtung sowie Mitgliedsbeiträge und weitere Positionen
Die Clubs stärken ihre wirtschaftliche Basis
Deutlich mehr Clubs als im Vorjahr weisen ein positives Ergebnis sowie wachsendes Eigenkapital auf. 13 Erst- und 15 Zweitligisten erzielten einen Gewinn – gegenüber 9 beziehungsweise 8 im Vorjahr. Auf EBITDA-Basis, also vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, schlossen sogar alle 18 Vereine und Kapitalgesellschaften der Bundesliga sowie 16 der 18 Vereine und Kapitalgesellschaften der 2. Bundesliga mit einer positiven Bilanz ab. Das Eigenkapital in der Bundesliga liegt mit 2,17 Milliarden Euro erstmals bei mehr als zwei Milliarden Euro. Alle 18 Clubs weisen ein positives Eigenkapital aus.
Der deutsche Profifußball wirtschaftet verantwortungsvoll
Der Anteil der Personalkosten für die Lizenzspielerkader an den Gesamtausgaben der Clubs ist weiterhin gering. Betrachtet man Bundesliga und 2. Bundesliga gemeinsam, liegt dieser bei 33 Prozent. Dies ist insbesondere im internationalen Vergleich bemerkenswert.
In der Gesamtbetrachtung erwirtschaftet der Profifußball den bisher höchsten Gewinn in seiner Geschichte: rund 271 Millionen Euro. Bemerkenswert ist hierbei im Vergleich zu den Zahlen der vorherigen Saison, dass der wirtschaftliche Erfolg trotz eines leichten Rückgangs bei den Transfererträgen erreicht wurde – der Einnahme-Mix bleibt überaus gesund. Auf dieser Grundlage konnten es sich die Vereine und Kapitalgesellschaften leisten, insgesamt etwas mehr für Spielertransfers auszugeben als einzunehmen.
Volle Stadien bleiben ein besonderes Merkmal des deutschen Fußballs
Die Zahl der abgesetzten Tickets der 36 Proficlubs erreichte in der abgelaufenen Saison 2024/25 mit insgesamt 20.983.964 den bisher höchsten Wert aller Zeiten. Damit wurde der Rekord aus der Vorsaison (20.737.276) noch einmal übertroffen.
Der deutsche Profifußball wächst insgesamt deutlich stärker als die deutsche Gesamtwirtschaft und trägt somit nicht nur emotional, sondern auch ökonomisch bedeutend positiv zum Leben in der Bundesrepublik bei.
Einnahme-Mix
(in Millionen €)
Spiel
Anteil am Gesamtertrag 22,62 %
Werbung
Anteil am Gesamtertrag 17,92 %
Mediale Verwertung
(alle Wettbewerbe)
Anteil am Gesamtertrag 23,85 %
Transfer
Anteil am Gesamtertrag 13,13 %
Merchandising
Anteil am Gesamtertrag 7,98 %
Sonstiges
Anteil am Gesamtertrag 14,49 %
Gesamt
1.208,5
SPIEL v. a. Einnahmen aus Ticketverkäufen für Spiele in nationalen und internationalen Wettbewerben
WERBUNG v. a. Einnahmen aus Verträgen mit Haupt- und Trikotsponsoren sowie stadion- und clubgeborenen Rechten
MEDIALE VERWERTUNG v. a. Einnahmen aus der Vermarktung von Medienrechten an Spielen der nationalen (inklusive DFB-Pokal) und internationalen Wettbewerbe, zudem Einnahmen aus weiterer gemeinschaftlicher Vermarktung wie Commercial Partnerships
TRANSFER Erlöse für sämtliche Transfer- und Ausbildungsentschädigungen
MERCHANDISING Einnahmen aus Warenwirtschaft/Merchandising
SONSTIGES Einnahmen u. a. aus der Überlassung von Nutzungsrechten, Public Catering, Vermietung und Verpachtung sowie Mitgliedsbeiträge und weitere Positionen
