Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,
die wirtschaftlichen Kennzahlen des deutschen Profifußballs sind so stark wie nie zuvor. Das geht aus dem DFL-Wirtschaftsreport hervor, der die offizielle Quelle für die kumulierten Zahlen der 36 Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga ist – vom Zweitliga-Aufsteiger bis zum Rekordmeister der Bundesliga. Entsprechend heterogen sind die Bilanzen, wenn man in die Details schaut. Umso erfreulicher und beachtlicher ist das Gesamtbild. Es zeigt sich deutlich: Die Folgen der existenziellen Coronakrise sind überwunden, und Clubs sind sportlich wettbewerbsfähig und agieren in weit überwiegendem Maß finanziell rational.
Geschäftsführer der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH
Beim starken Wachstum auf der Einnahmenseite ist der insgesamt ausgewogene Mix der Erlösquellen hervorzuheben. Mit ihrer Umsatzsteigerung bei einer zugleich rationalen Mittelverwendung haben die Clubs ihre Position auf allen entscheidenden Ebenen gefestigt und gestärkt:
- Als Unternehmen, die insgesamt 6,33 Milliarden Euro umsetzen, in ihrer großen Mehrheit schwarze Zahlen schreiben und über ein positives Eigenkapital verfügen.
- Als Arbeitgeber, die mehr als 64.000 Menschen beschäftigen.
- Als Steuerzahler, die rund 1,7 Milliarden Euro an die öffentlichen Haushalte abführen.
- Als gesellschaftliche Institutionen, die in ihren Regionen Verantwortung übernehmen und etwas zurückgeben von dem Vertrauen, der Unterstützung und Treue ihrer Fans.
- Und nicht zuletzt als Auslöser großer Emotionen und unvergesslicher Momente, die so viele Menschen wie nie zuvor in den Stadien und vor den Bildschirmen versammeln.
Dabei sind viele Kennzahlen und Entwicklungen direkt oder indirekt miteinander verbunden. Nur finanziell stabile Clubs schaffen dauerhafte Präsenz und sportlichen Erfolg. Nur gesellschaftlich verankerte Clubs erreichen Millionen Fans. Nur Clubs, die begeistern und bewegen, können ihre Rolle als emotionale Heimat und Wertegemeinschaft erfüllen. Und nur Clubs, die all dies auf sich vereinen, stehen auf einem wirtschaftlich gesunden Fundament.
Die Aufgabe der DFL bleibt dabei, als verlässliche Ligaorganisation jene Rahmenbedingungen positiv und zukunftssicher zu gestalten, in denen die Clubs sich sportlich und wirtschaftlich bewegen. Am überzeugendsten sind wir in diesen Punkten immer dann, wenn unsere rational wirtschaftenden Clubs als Erfolgsmodelle gelten können. Der DFL-Wirtschaftsreport zur Saison 2024/25 setzt auch in dieser Hinsicht sehr gute Signale. Dies gilt ebenso auf der Ausgabenseite, auf der die Kaderkosten in der Bundesliga im europäischen Vergleich weiterhin grundlegend niedriger sind.
Die wirtschaftlichen Kennzahlen des deutschen Profifußballs sind so stark wie nie zuvor.
Es gilt, diese starke Basis zu nutzen, um gemeinsam voranzukommen – denn nicht nur im Fußball haben wir es mit rasanten Veränderungen und Verschiebungen zu tun. Im Verbund aus Ligaverband und DFL sind wir mehr denn je gefragt, Wege zu nachhaltigem Wachstum zu finden, unsere Geschäftsmodelle anzupassen und zugleich mit unseren Partnern im europäischen Fußball für faire, transparente Wettbewerbsbedingungen zu sorgen. Dabei gilt es, aufmerksam auch auf die eigene Liga zu schauen und nicht zuletzt über zeitgemäße und passende Lizenzierungsmechanismen mögliche Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen. Diese Voraussicht war immer eine Stärke des Ligaverbandes, um seine starke wirtschaftliche Position zu sichern.
Mit Blick auf die DFL-Gruppe nehmen wir 2026 eine Anpassung der Unternehmensstruktur vor. Auf diesem Weg stellen wir uns strukturell für eine erfolgreiche Zukunft in den Kernbereichen Verbands- und Clubwesen, Sport sowie Vermarktung auf – mit drei zentralen Geschäftseinheiten:
- Die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH verantwortet als übergeordnete Muttergesellschaft weiter zentrale Funktionen im Verbands- und Clubwesen (u. a. Lizenzierung, Verbandsrecht, Institutionelle und Politische Beziehungen, Fußball, Spielbetrieb und Fanwesen) sowie übergreifende Unternehmensfunktionen (u. a. Recht, Finanzen, Strategie, Unternehmensentwicklung, Kommunikation, Personal).
- Eine neue Vertriebs- und Digitaleinheit, Bundesliga Media GmbH, bündelt als 100‑prozentige DFL‑Tochtergesellschaft u. a. alle Medienrechte, Produkte (Medienprodukt und digitale Produkte), Commercial Partnerships sowie Marketing.
- Die Sportcast GmbH agiert weiter als 100-prozentige Tochtergesellschaft und zentrale Produktionseinheit der DFL-Gruppe.
Die Anforderungen an eine Ligaorganisation haben sich erheblich weiterentwickelt – ob finanziell, rechtlich, sportlich, sportpolitisch oder in der Vermarktung. Mit diesem Schritt stellen wir eine noch stärkere Aufstellung der DFL-Gruppe sicher – um auf dieser Grundlage auch künftig das Wachstum und die Weiterentwicklung des deutschen Profifußballs gemeinsam mit den Proficlubs voranzutreiben.
Ihre
DFL-Geschäftsführer
DFL-Geschäftsführer
